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22.01.2019Damen

Spielberichte Damen 20.1.19

W.T. Härkingen-Gäu – UHT Arni                             3:4   (2:2)

Im kalten Bern war unseren Damen bewusst, dass nun gegenüber der Vorrunde mehr Punkte herausspringen müssen, will man den Abstieg noch verhindern. Mit einem gemütlichen Spaziergang vor dem ersten Spiel, soll dabei der Kopf etwas gelüftet und die Konzentration gefunden werden. Entsprechend engagiert begann man das erste Spiel gegen den UHT Arni. Man fand eine gute Balance zwischen Risiko im Angriff und guter Defensivarbeit. Von Minute zu Minute lief es unseren Tigerinnen noch besser. Man erspielte sich schöne Chancen, von der man dann eine zur 1:0 Führung ausnutzen konnte. Kurze Zeit später war es dann aber der Gegner, der nach einem Weitschuss den Abpraller verwerten konnte. Es war dies die erste Torgefahr, die von den Arnerinnen ausging. Aber abschütteln und weiter geht’s. Man war inzwischen das deutlich stärkere Team. Dominierte den Gegner und zwang sie tief in die eigene Platzhälfte. Aber immer wieder war es dann die gegnerische Torfrau, die teils spektakulär, für die geschlagene Vordermannschaft retten konnte. Leise Verzweiflung machte sich in den Reihen unserer Ladies breit. So war der Treffer zum 2:1 eine kleine Befreiung und mehr als nur verdient. Postwendend gelang Arni aber wieder der Gegentreffer, es war eine haargenaue Kopie des ersten Treffers. Anschliessend war Pause.

Vor dem eigenen Slot besser aufräumen und vorne genau gleich weiterspielen, war die Devise für die 2. Hälfte. Nachdem Pausentee kam der Gegner besser ins Spiel. Trotzdem zeigten wir uns weiter torgefährlich. Man merkte nun aber die Verunsicherung im Abschluss. Man machte sich zu viele Gedanken. Aber so ist das bei einem Team, das sich in der unteren Tabellenhälfte befindet. Du fängst an zu grübeln warum der Ball nicht rein will, und versuchst beim Abschluss alles perfekt zu machen. Dabei merkte man wie man sich immer mehr verknorzte. Ein Powerplay kam da zum richtigen Zeitpunkt. Anfangs lief der Ball gut, die Abschlusspositionen waren da. Leider brachten wir auch da den Ball nicht im Tor unter. Anschliessend versuchte man es auch noch mit der Brechstange und dem Kopf durch die Wand. Aber auch das wollte nicht funktionieren. Unglaublich aber wahr, am Schluss des Spiels hatte tatsächlich Arni ein Treffer mehr auf dem Konto und gewinnt somit dieses Spiel. Es war dies eine der unglücklisten Niederlagen, die ich miterleben musste.

 

W.T. Härkingen-Gäu – UHC Biel-Seeland           6:6   (2:6)

Es war hart, dieses erste Spiel zu verdauen. Die Aussicht nun auf den Tabellenführer zu treffen, machte das Ganze nicht gerade besser. Aber so geht es wenigstens rasch weiter und man hat nicht noch mehr Zeit darüber nachzugrübeln. Die Ansprache vor dem Spiel mit: «Auch hier können wir was holen, wenn wir alle zusammen unser Bestes geben» war nicht einfach nur eine Floskel. Das Hinspiel hatte gezeigt, dass man auch mit den Bielerinnen mithalten kann. Der Start bewies aber das Gegenteil. Wahrscheinlich durch zu viel Motivation es nun besser machen zu wollen, stach man den Gegner immer wieder an. Die Stocktechnisch sehr starken Seeländerinnen wussten dies gnadenlos auszunutzen. Einmal weggedreht und abgeschlossen war der Ball im Tor. So fielen die Tore in regelmässigen Abständen. Leichte Frustration machte sich breit. Mit dem Pausenresultat von 2:6 war man relativ gut bedient. Die Pausenansprache von Coach Mumenthaler fiel klar und nüchtern aus. Den Gegner nicht anstechen, lieber den Pass- und Schussweg abdecken. Dann in der Offensive mehr Abschlüsse aufs Tor und vor allem dann auch nachsetzen.

 

Gesagt, getan kam eine ganz andere Mannschaft wieder auf den Platz. Man begann viel sauberer zu verteidigen. Dabei schonte man sich nicht und warf sich in jeden möglichen Schuss. Man war kompakt und hatte trotzdem die nötige Aggressivität gegen den Ball. Kurz gesagt: es war defensiv die Beste Leistung unserer Ladies, die ich je gesehen habe! Man kassierte in diesen 20 Minuten kein Tor gegen das Spitzenteam der 2. Liga. Vorne kamen wir unseren Toren auch immer Stück für Stück näher. Das Beste Beispiel dabei war Kristina, die nach einem Schuss von Captain Julia vor dem Tor stand, sich Platz schaffte und dann unnachgiebig mit Überzeugung den Ball ins Tor bugsierte. Man war zurück im Spiel! Nach der Pflicht kam dann die Kür. Nasi preschte vom eigenen Tor nach vorne und lag alles in den Schuss das sie hatte. Wunderschön zappelte der Ball im rechten oberen Eck im Netz. Es fehlte nur noch ein Tor für den Ausgleich. Tatsächlich gelang auch dieser auf wunderschöne Weise. So war es unsere Kapitänin Julia höchstpersönlich die den Treffer zum vielumjubelten 6:6 Ausgleich erzielte. Nie hätte Biel gedacht, dass wir es so zurück in die Partie schaffen. Es waren nur noch knapp 3 Minuten zu spielen und Biel war nun so verunsichert, dass sie den Ball in den eigenen Reihen behielten und versuchten das Unentschieden über die Zeit zu bringen. Tatsächlich waren nun die Härkingerinnen näher am Siegtreffer. Leider wollte dieser nicht mehr gelingen, wenn auch sehr wenig gefehlt hatte.

 

Immerhin holte man an dieser Runde einen Punkt. Es hätten aber auch gut und gerne 3 oder 4 sein können. Dieser Punkt und der starke Auftritt geben nun für die kommenden Aufgaben wieder Mut uns Selbstvertrauen, was die letzten Wochen etwas vermisst wurde. Wir glauben weiterhin daran und geben noch lange nicht auf!

 

Kader: Silvia, Sandra: Nasi, Julia ©, Victoria, Kiki; Carmela, Mirjam, Dési, Alex

Abwesend: Fäbi (Ferien) Bärli (Auslandaufenthalt)

 

Save the date: Sonntag, 3.2.2019 Marelle Tramelan, 12:40 vs. UHU Bern und 15:25 vs Wild Dogs Sissach