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21.08.2018Damen

Spielbericht Liga Cup Damen 1/32 Finals

Endlich hatten wir sie gefunden, diese Sporthalle in Baden. Etwas verspätet aber voller Tatendrang bestritten wir ein etwas Kürzeres einspielen. Die Coach Ansage vor dem Spiel war kurz und knackig, es war angerichtet für ein umkämpftes Cupspiel.

Wir starteten schlecht in die Partie. Wir fanden überhaupt keinen Bezug zum Spiel. Dabei wurden die Badenerinnen gleich mehrmals vor dem eigenen Tor alleine gelassen. Trotz einer ansprechenden Leistung unserer Goalkeeperin Sandra, war der Gegner schnell 3:0 vorne. Wir blieben aber ruhig nahmen unser Time Out auch noch nicht und versuchten einfach mit jedem Einsatz besser ins Spiel zu kommen. Dies gelang nicht schlecht, so konnte unser Captain Julia das erste Tor der Tigerinnen erzielen. Noch kurz vor der ersten Drittelspause, konnte aber Baden ein weiteres Tor zum 1:4 Pausenstand erzielen.

Fast die komplette Pause wurde zur defensiven Ausrichtung des Teams genutzt. Es musste sich einiges ändern wenn man hier noch ein Wörtchen mitreden möchte. Hier zeigten die wilden Tigerinnen aber wieder ihr Kämpferherz. Man kämpfte sich zurück in die Partie, stand defensiv deutlich besser und versuchte nun auch offensiv sich zu zeigen. Da harzte es aber immer noch ein bisschen. Die Bälle versprangen im dümmsten Moment, der Pass kam nicht ganz sauber an, die Schüsse verfehlen ihr Ziel knapp und manchmal wurde die falsche Entscheidung getroffen. Wie das halt so ist, wenn es einfach nicht ganz so laufen will wie es sollte. Man sah dass unsere Ladies nun sehr bemüht waren den Rückstand aufzuholen. Es wurde vermehrt der Abschluss gesucht und tatsächlich führt dies im 2. Drittel zu 3 Toren. Dank einer tollen Leistung im Tor der eingewechselten Janine konnte man sogar mit einem 4:4 Unentschieden in die nächste Pause.

Dieser grosse Effort im 2. Drittel schien nun aber seine Spuren hinterlassen zu haben. Die Kraft schwand von Minute zu Minute. Das Spiel war unglaublich umkämpft, beide Teams waren absolut auf Augenhöhe. Was dazu führte dass es für die Zuschauer nicht gerade ein Unihockeyleckerbissen war. Es war eher etwas für die Spannung und die Taktikfreunde. Erstmals konnten wir gar die Führung erzielen, diese wurde aber sogleich wieder gekontert. Kurz vor Schluss war es dann so dass wir mit 7:8 in Rückstand waren. Mit dem Time Out legten wir uns ein Plan zurecht für die letzten 1 ½ Minuten. Mit einem letzten Energieanfall konnte wirklich noch dieses 8:8 erzielt werden.

In der Verlängerung nahmen wir uns vor eher defensiv zu spielen. Wir wollten auf einen Fehler des Gegners warten und ihn dann ausnützen. Chancen waren absolute Mangelware – auf beiden Seiten. Kurz vor Schluss war es Fäbi die eine Flanke Volley so knapp am Tor vorbei spedierte, dass uns auf der Bank das Herz in die Hose rutschte. Fast hätte sie ihre gute Partie mit ihrem zweiten Tor in der Verlängerung gekrönt. Anschliessend hatte auch noch Baden-Birmenstorf eine riesen Chance, die sie zum Glück ebenfalls nicht nutzen konnten. Dann war es da, das bei uns ungeliebte Penaltyschiessen.

Wir versuchten uns Mut zuzusprechen, merkten aber schon in der Verlängerung dass dieser bei ein paar leider fehlte. Die Nervosität war zu gross. Ich möchte dieses Penaltyschiessen nicht zu genau kommentieren, dafür ist die Wunde noch zu gross. Eine tolle Torhüterleistung reichte nicht, wir konnten kein Tor erzielen. Baden-Birmenstorf gewinnt diesen Krimi. Endstation für unsere aufopferungsvoll kämpfenden Tigerinnen.

 

W.T. Härkingen-Gäu –  Unihockey Baden-Birmenstorf     n.P. 8:9   (1:4) (3:0) (4:4)

Wir können aus diesem Spiel wieder viel mitnehmen. Trotzdem schmerzt diese Niederlage ein bisschen. Wir kamen nie an unser gewohntes Niveau heran. Kam dazu dass 5 Spielerinnen gefehlt haben. Viel Zeit darüber nachzudenken bleibt uns allerdings nicht. Am kommenden Sonntag nimmt man am Sursee Cup teil und misst sich dabei mit den besten Damenteams der Schweiz. Darunter auch Schweizermeister und Cupsieger UHC Oekingen…